
Das nächste SPC Open House findet vom 18. bis 19. März im Durst Innovation Center East, Lienz, statt. Kontaktieren Sie Ihren lokalen Vertriebspartner für weitere Informationen. Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen!

Das nächste SPC Open House findet vom 18. bis 19. März im Durst Innovation Center East, Lienz, statt. Kontaktieren Sie Ihren lokalen Vertriebspartner für weitere Informationen. Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen!
Würzburg, Deutschland 10.01.24
Koenig & Bauer Durst ist weltweiter Marktführer für digitale Single-Pass-Bogendrucksysteme sowie Softwaredienstleistungen für die Faltschachtel- und Wellpappenindustrie. Das Unternehmen nutzt die Kompetenzen und das Know-how der beiden Muttergesellschaften, um ein konkurrenzloses Portfolio an Digitaldruckmaschinen anbieten zu können. Dazu gehören die CorruJET und Delta SPC 130 für den Wellpappenmarkt sowie die gemeinsam entwickelte Druckmaschine VariJET 106 für den Faltschachtelmarkt. Die Anlagen verwenden wasserbasierte, lebensmittelechte Druckfarben und Beschichtungen, die allen gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Robert Stabler, der das Joint Venture seit seiner Gründung leitet, übergibt die Rolle des Geschäftsführers zum Februar 2024 an Daniel Velema. In verschiedenen Führungspositionen konnte Daniel Velema umfassende Branchenerfahrung in der Druckindustrie und Managementberatung sammeln. Zuletzt war er General Manager der Prepress-Aktivitäten bei XSYS Global, einem führenden Anbieter von Druckplatten, Sleeves und Prepress-Geräten für die Verpackungsindustrie.
Daniel Velema sagte: „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe bei Koenig & Bauer Durst. Das Joint Venture wurde von zwei Technologiepionieren im Druck- und Verpackungsmarkt gegründet und erreicht eine wachsende Präsenz in der Branche. Unternehmen im Bereich des Wellpappen- und Faltschachteldrucks sowie der Weiterverarbeitung digitalisieren ihre Produktionsumgebung, um die Effizienz und Flexibilität zu steigern. So können sie Marken und Einzelhandel einen besseren Service bieten. Langfristig ermöglicht dies deutliche Kostensenkungen. Das Maschinen-, Software- und Dienstleistungsangebot von Koenig & Bauer Durst ist gut positioniert, um die Reise unserer Kund:innen zu unterstützen und zu beschleunigen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit unseren Kund:innen, Partner:innen und Lieferant:innen.“
Christoph Gamper, CEO und Miteigentümer der Durst Group, sagte: „Wir freuen uns, Daniel Velema bei Koenig & Bauer Durst begrüßen zu dürfen und mit ihm das Unternehmen in den nächsten Entwicklungsphasen voranzutreiben. Wir sehen große Chancen, in den kommenden Jahren erheblich zu wachsen. Mit der erfolgreichen Einführung der VariJET 106, der produktivsten Faltschachtel-Digitaldruckmaschine auf dem Markt, sowie der Installation unserer Wellpappendruckmaschinen bei einigen der innovativsten und zukunftsorientiertesten Wellpappenunternehmen der Welt wurde ein solides Fundament gelegt. Robert Stabler war maßgeblich an der Entwicklung und Leitung des Joint-Venture-Teams beteiligt, das High-End-Systeme für die vollautomatische Produktion im industriellen Maßstab entwickelt hat. Wir möchten ihm dafür danken, dass er das Joint Venture von einer Idee zu einem dynamischen, eigenständigen Unternehmen entwickelt hat.“
Ralf Sammeck, Vorstandsmitglied von Koenig & Bauer und Vorstand für das Segment Sheetfed, sagte: „Der Geist, den beide Unternehmen im Joint Venture verkörpern, wächst weiter. Die Bündelung unserer Stärken treibt die Digitalisierung in der Verpackungsindustrie voran. Aufbauend auf den ersten Grundlagen erweitern wir die Kapazitäten in unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Radebeul, dem Hauptsitz der Sheetfed-Sparte von Koenig & Bauer. Wir freuen uns, dass wir Daniel Velema ab Februar als neuen Geschäftsführer gewinnen konnten, um mit ihm das Joint Venture auf die nächste Stufe zu heben.“

Koenig & Bauer Durst erweitert seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten am Koenig & Bauer-Standort in Radebeul.
Robert Stabler sagte: „Nachdem ich das Joint Venture fast fünf Jahre lang geleitet habe, bin ich stolz darauf, dass wir uns mit einem engagierten Team von Fachleuten zu einer echten Kraft in der Branche etabliert haben. Die Tatsache, dass unsere beiden Muttergesellschaften – Koenig & Bauer und Durst, zwei Giganten in der Druck- und Verpackungswelt – weitere Forschungs- und Entwicklungskapazitäten zugesagt haben, spricht Bände über die positiven Auswirkungen, die wir durch die deutliche Ausweitung unserer Präsenz in den Bereichen Wellpappe und Faltschachtel hatten. Diese sind reif für die digitale Transformation – und unser wachsender Stamm an Kund:innen beweist das.“
Er fügte hinzu: „Ich danke allen Mitarbeiter:innen, Partner:innen und unserem äußerst treuen Stamm an Kund:innen, die mit unermüdlicher Unterstützung an unserer Seite standen, während wir weiter wachsen und unsere globalen Kompetenzen als bevorzugter Partner auf der ganzen Welt etablieren konnten. Zusammen mit Daniel Velema wird es eine umfassende Übergangsphase geben, die – da bin ich mir sicher – in den kommenden Monaten und Jahren zu weiterem Erfolg und Profitabilität führen wird.“
Die Single-Pass-Plattform Delta SPC 130 hat bei den Pinnacle Awards der Print Printing United Alliance, den renommiertesten Auszeichnungen der amerikanischen Druckindustrie, einen angesehenen Pinnacle Award gewonnen!
„Unerreichte Vielseitigkeit, geringer Wartungsaufwand und Zuverlässigkeit bei der Druckausgabe rund um die Uhr“, so lautete ein Teil der Begründung der Jury.
Das Delta SPC 130 Single-Pass-Digitaldrucksystem für Wellpappenanwendungen verwendet lebensmittelechte Tinten auf Wasserbasis. Es hat den Verpackungsdruck mit hoher Effizienz und Flexibilität revolutioniert.


By Matthias Krautgasser, Senior Product Manager, Koenig & Bauer Durst
That is one of the main takeaways from a white paper by Markus Witthaut, a senior scientist at Fraunhofer IML, Europe’s largest research organization covering all areas on logistics.
He said the benefits of digital printing are already there and will just become more and more relevant. He added: “Don’t wait. Go for digital printing now.”
The white paper on the complete supply chain management and logistics was created on behalf of Koenig & Bauer Durst.
It clearly showed digitization that comes with digital printing delivers benefits for converters and brand owners. Processes can be made faster by the quick exchange of information about new packaging designs, new print, as well as the status of the production order.
This approach delivers three major advantages for brand owners – the lead time is considerably quicker, design changes can be made rapidly and there is a greatly reduced risk of obsolescence.
These advantages can be very quickly introduced and capitalized on with the right software tools.
Efficient production with optimal results in the shortest possible time is delivered by the browser-based Durst Software Solutions. Durst Workflow combines data preparation, colour management and output preparation and allows multiple users with customizable permissions to work in parallel on the same database.
Production results are made more transparent by Durst Analytics. It gives users an at a glance overview of their printing systems via a web browser or an automatically generated email report. They can monitor production data such as material, ink consumption and productivity.
The complete processing of print orders and the sale of products and services is managed by the online Durst Smart Shop. The all-in-one solution digitizes and automates the sales and marketing process from the first customer contact up to the transfer of a print ready file to the production floor.
Individually or collectively these solutions can enable digital production to be responsively scaled up to meet demand.
They can also help generate increased profitability through the provision of the most highly automated and productive single-pass digital printing solutions on the market.
To discover more about how converters and brand owners can enjoy the benefits of digital print read the full white paper here: Supply-chain-improvements-with-digital-printing.pdf
By Robert Stabler, Managing Director, Koenig & Bauer Durst
Ink safety, security and standards – why they are so important!
On such an important topic as ink safety, security and recyclability, it is essential that all industry stakeholders – including our direct competitors – use facts and proof-points as the basis for their value proposition.
Sometimes this has not been the case. We know from first-hand experience that misinformation has been spread in the market, including about our own products and inks.
This can undermine confidence and the proactive work already undertaken by so many industry bodies, some of which we work with closely.
The reality is that inks have the potential to create ingredients and biocides that at certain levels of human consumption could be dangerous to health.
Regulatory standards are based on the latest scientific knowledge to define what is safe and what is not from a formulation perspective or how the ink behaves and migrates over its lifetime.
Rules are going to get tighter in the markets we serve – folding carton and corrugated. Without question, we know that converters need surety and confidence that their vendors are ahead of the regulatory change curve.
Our philosophy in developing our whole SPC digital printing system is to ensure that we can support converters to comply with the ever-changing regulatory environment by eliminating as many process steps with third party fluids as possible.
The design of the ink means converters can produce without using a priming fluid, if they chose, and there is no need for an additional overprint varnish fluid and process step. Our scientists have achieved this through adding a sealing step in the water-based ink to give abrasion resistance, gloss effect and anti-slip characteristics.
The ink is designed with a water-based polymer that is cross-linked and cannot migrate due to its molecular weight. As a result, converters are assured of being able to comply with all standards on ink formulation such Swiss Ordinance List and Nestlé standard and can comply to all major regulations related to migration for primary food packaging.
In the future, we are convinced that they will still comply as regulations tighten.
We – Koenig & Bauer Durst – will remain at the forefront of developments in technology and ensure that the highest standards are met.
In the coming months, in a proactive approach we will be sharing our global expertise – backed by two giants of packaging and printing – across the industry.
Let’s all work together. We can make a difference. Digital has a huge role to play for folding carton and corrugated board markets in the future.

Von Matthias Krautgasser, Senior Produktmanager, Koenig & Bauer Durst
Wir sind stolz darauf, die Einführung des Drucks mit 1.000 dpi auf unserer Delta SPC 130-Plattform als Teil unserer kontinuierlichen Qualitätsverbesserungen für unsere Kunden bekannt zu geben.
Mit den sich daraus ergebenden weiteren Verbesserungen bei feinen Details und der Textschärfe – die sich vor allem bei kleineren Schriften bemerkbar machen – glauben wir, dass dies ein bedeutender Schritt nach vorn für die Wellpappenverpackungsmärkte ist, die wir mit unserer Delta SPC-Technologie bedienen.
Für die Kunden ergeben sich enorme Vorteile durch eine Vielzahl neuer Anwendungen, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass der Druck mit 1.000 dpi eine Optimierung der Anforderungen an die Lithoqualität ermöglicht.
Obwohl diese Entwicklung für unser neues Modell Koenig & Bauers Durst Delta SPC 130 Eco + konzipiert wurde, wird sie für alle bestehenden Druckmaschinen als aufrüstbare Softwareoption verfügbar sein.
Die Ergebnisse, die wir bereits gesehen haben, zeigen, dass dies für unsere Kunden von großer Bedeutung ist. Das große Plus ist, dass es ihnen ermöglicht, Arbeit auf ihren Offsetmaschinen freizusetzen, indem sie noch mehr Aufträge auf die digitale Produktion in den Wellpappenmärkten verlagern.
Das ist ein weiterer Grund, warum die Verarbeiter auf dem heutigen Markt digital denken müssen.
Kontaktieren Sie mich unter matthias.krautgasser@koenig-bauer-durst.com und erfahren Sie mehr.
Die maßgeblichen Trends und Herausforderungen, die die Zukunft der Faltschachtelherstellung prägen, wurden letzten Monat von Koenig & Bauer Durst in Radebeul, identifiziert und diskutiert. Rund 100 interessierte Faltschachtelhersteller aus ganz Europa und Nordamerika nahmen waren selbst Teil der spannenden Diskussionen rund um die neusten Technologien und erhielten einen interessanten Einblick in die Produktpalette von Koenig & Bauer Durst .

VariJET 106 Open House: Hauptredner Dr. Sean Smyth (links) mit Robert Stabler bei der Veranstaltung
Ralf Sammeck (CEO, Koenig & Bauer Sheetfed) eröffnete gemeinsam mit Robert Stabler (Managing Director, Koenig & Bauer Durst) die Veranstaltung. Dr. Sean Smyth (Drucktechnologe, Smithers) hob in seinem Impulsvortrag die entscheidenden Trends hervor, die das heutige Verpackungsumfeld beeinflussen. Darunter gehören Nachhaltigkeit und der Beitrag der Faltschachtelproduktion in einer Kreislaufwirtschaft. Zudem erläuterte er die Vorteile des Digitaldrucks, der den Bedarf an Druckplatten, Wasser und Chemie entfallen lässt, die Einrichtungszeit minimiert und den Abfall entlang der Wertschöpfungskette reduziert sowie gleichzeitig die Reaktionsfähigkeit der Produktion auf die sich schnell verändernde Nachfrage verbessert.
Außerdem erklärte Smyth die Auswirkungen der Mikro- und Makroökonomie, basierend auf demografischen Verschiebungen, dem Wachstum finanzstarker, gebildeter Verbraucher bis hin zu sich veränderten Altersprofilen der Bevölkerung. Smyth erläuterte darauf aufbauend, wie sich die verpackungsspezifische Technologie im Druck kontinuierlich weiterentwickeln muss, um mit höheren Qualitäten und kleineren Stückzahlen der flexiblen und anspruchsvolleren Konsumentenschaft Schritt halten zu können. Weiteres sprach er über die europäische und amerikanische Gesetzgebung, die die Druckanforderungen insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit prägt, sowohl in Bezug auf die Informationen auf der Verpackung als auch auf deren Entsorgung.
Diese Entwicklung sei verbunden mit einem positiven Wachstum für Faltschachtelhersteller im Jahr 2022, so der Experte. Es wird erwartet, dass sich dieses Wachstum fortsetzt, denn bis 2028 soll die Faltschachtel das Äquivalent von einer Milliarde A4-Drucke erreichen. Für das digitale Faltschachtelvolumen in Nordamerika und Europa wird bis 2027 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von knapp 20 % prognostiziert.
Gleichzeitig sinkt jedoch die Größe der durchschnittlichen Auflagen, da die Endkunden vermehrt kleine und mittlere Aufträge ordern. Smyth zeigt, dass die Kombination aus diesen beiden Entwicklungen zu einer Erhöhung des gesamten Auftragsvolumens von 26 % auf 29 %, führen kann und somit 20 Millionen zusätzlichen Jobs entspricht, die es effizient zu verarbeiten gilt.

Maik Laubin (Global Sales, VariJET 106) und Pierre Hertzel (Productmanager VariJET 106) präsentierten auf der Veranstaltung
Wie sich diese beeindruckende Anzahl an Jobs mit kleineren und mittleren Auflagen effizient bewältigen lässt, erläuterte Robert Stabler in einem Business Case. Im Fokus stand hierbei der Digitaldruck für den Faltschachtelmarkt, der hierfür eine hervorragende Lösung für Faltschachtelhersteller bietet, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Er betont dabei, wie die neueste Technologie der modularen VariJET 106, die sowohl Offset- als auch Flexodruckfunktionen in sich vereinen kann, die Zukunftssicherheit von Investitionen erhöht.
Besonderheiten der VariJET 106 sind unter anderem das B1-Format mit einer Druckgeschwindigkeit von 5.500 Seiten pro Stunde, welche eine unkomplizierte Produktion von saisonalen und personalisierten Verpackungen in kleinen Auflagen ermöglicht. Aber auch die eigens hierfür entwickelte wasserbasierte, lebensmittelkonforme und deinkbare Tinte sind zu nennen. Sie zeichnet sich hervorragende Abriebeigenschaften aus und gewährleistet eine lebensmittelsichere Produktion, die den aktuellen sowie zukünftigen gesetzlichen und ökologischen Standards entspricht.

VariJET 106: Nutzung des Know-hows und der Erfahrung von Durst und Koenig & Bauer, zwei Giganten der Druck- und Verpackungsindustrie
Die VariJET 106 verbindet das Know-how und die Erfahrung von Koenig & Bauer im Offsetdruck mit den Digitalen Technologien von Durst im Inkjetbereich. Dies ermöglicht die Umsetzung von Offset-Qualität bei gleichzeitiger Flexibilität des Digitaldrucks, sodass die Kunden neue, hochflexible Geschäftsmodelle entwickeln können. Die Maschine basiert auf der Standard-Hochleistungsmaschine Rapida 106 von Koenig & Bauer und verfügt über Standardkomponenten für Anleger, Priming, Lackierung und Auslage. Sie beinhaltet die Durst Druckkopf-Elektronik, den firmeneigenen Workflow und die RIP-Technologie.
Das revolutionäre Durst Software Ecosystem deckt alle relevanten Aspekte eines modernen Unternehmens in der Druckbranche ab. Die hochautomatisierte Datenübermittlung, -freigabe und -übergabe an die Druckmaschine wird vom Durst Workflow gesteuert. Dieser Workflow ermöglicht auch ein automatisiertes, eindeutiges Kodierungs- und Nummerierungsverfahren für Track & Trace-Anwendungen. Das optionale Smart Shop-Modul bietet ein vollständiges E-Commerce-Frontend, einschließlich Design- und Auftragsübermittlungstools. Das umfassende Analyseprogramm liefert detaillierte Leistungsdaten und KPIs, die bei der kontinuierlichen Optimierung der Druckmaschine im laufenden Betrieb unterstützen.
All dies trägt zu einer überzeugenden TCO (Total Cost of Ownership) bei, anhand derer beurteilt werden kann, ob sich eine Investition auszahlt, wo der Break-Even-Punkt des Druckvolumens liegt, um eine exakte Kostenkalkulation zu gewährleisten sowie die Technologie am gewinnbringendsten einzusetzen.
Weitere Vorteile des Digitaldrucks, wie die digitale Just-in-Time-Druckproduktion zur Verringerung von Lagerkosten und Ausschuss beitragen kann, wurden ebenfalls während einer Podiumsdiskussion diskutiert.
Die Veranstaltungsteilnehmer sahen außerdem, wie die Druckmaschine auf Hochtouren lief und fünf Faltschachtelaufträge in etwas mehr als 15 Minuten nahtlos produzierte, inklusive automatischem Jobwechsel mit einer Höchstgeschwindigkeit von 5.500 Seiten pro Stunde. „Nicht blinzeln, sonst verpasst man es!“ Bei drei Aufträgen wurde das gleiche Material verwendet, wobei das Design und die Farbdeckung geändert wurden. Der vierte Auftrag war mit Spotlack versehen, sowie auf einem neuen Substrat mit Lackplattenwechsel unterwegs. Der letzte Auftrag beinhaltete eine Änderung der Bogengröße und eine weitere Spotlackierung.

Die Teilnehmer wurden Zeuge von automatischen Auftragswechseln bei Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 5.500 Bogen/h auf dem VariJET 106
Bei der Veranstaltung wurden neueste Informationen über die Installation der ersten Betadruckmaschine gegeben, die noch in diesem Monat (Mai) in Betrieb genommen werden soll. Die Vorbereitungen für die Installation einer zweiten Maschine im Juni sind im Gange, und ein weiterer Kunde plant die Produktion für das dritte Quartal. Weitere Systeme befinden sich im Bau.

Im Rahmen der Open-House-Veranstaltung konnte die Vari JET 106 aus nächster Nähe besichtigt werden.
Würzburg, Germany 04.05.2023
Koenig & Bauer Durst erweitert sein Produktionsprogramm für die VariJET 106 und reagiert damit auf die starke Nachfrage nach digitaler Produktion im Faltschachtelmarkt, die sich nach Einschätzung des Unternehmens in diesem Jahr weiter beschleunigen wird. Der Zeitpunkt dieser Ankündigung fällt mit der bevorstehenden Inbetriebnahme zweier Beta-Standorte zusammen, die Aufnahme der Produktion beim ersten kommerziellen Kunden folgt in der zweiten Hälfte dieses Jahres.
Der erste Beta-Standort für die VariJET-106-B1-Single-Pass-Digitaldruckmaschine für den Faltschachtelmarkt wird im Mai die Produktion aufnehmen. Ein zweiter Beta-Testkunde, ebenfalls aus Mitteleuropa, startet wenige Wochen später mit dem Druck. Die VariJET 106 ist die erste gemeinsame Entwicklung von Durst und Koenig & Bauer. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des Koenig & Bauer Durst VariJET 106 Open House, das am 26. und 27. April mit über 60 Teilnehmern in Radebeul stattfand.
Robert Stabler, Geschäftsführer von Koenig & Bauer Durst, sagte: „Basierend auf bewährter Technologie sind die Installationen der VariJET 106 ein starkes Signal an die Branche – und wir freuen uns sehr über die erzielten Fortschritte. Da wir eine relativ hohe Nachfrage sehen, fahren wir die Produktion derzeit hoch und weitere Maschinen werden in der zweiten Jahreshälfte 2023 verfügbar sein.“
Er fügte hinzu: „Die Maschinen sind auf individuelle Anforderungen zugeschnitten und bieten Unternehmen eine große Chance, ihre Produktion zu optimieren, Kosten zu senken und gleichzeitig neue Geschäftsmodelle mit hohem Mehrwert anzubieten. Die VariJET 106 ist die Antwort auf genau diese Herausforderungen. Mit der Rapida-106-Technologie von Koenig & Bauer und dem digitalen Know-how von Durst vereint sie das Beste aus beiden Welten. Sie verbindet die Stärken des digitalen Inkjetdrucks mit denen des klassischen Offsetdrucks.“
Die VariJET 106 von Koenig & Bauer Durst deckt mit ihrer Ausstattung ein breites Anwendungsspektrum ab. Sie produziert bis zu 5.500 Bogen pro Stunde und arbeitet mit wasserbasierten Farben, die alle wichtigen Standards der Lebensmittelsicherheit erfüllen. Darüber hinaus sind die Druckfarben deinkable, was im Hinblick auf strengere Gesetzgebung in Bezug auf Recyclingfähigkeit und Wiederverwendung ein wichtiger Faktor für die Zukunftssicherheit einer Investition ist.
Der Branchenanalytiker und Technologieexperte Dr. Sean Smyth war der Hauptredner beim VariJET 106 Open House in Radebeul. Themen der Veranstaltung waren unter anderem Markttrends, Nachhaltigkeit, Abfallvermeidungsziele und mögliche neue europäische Vorschriften zur Recyclingfähigkeit. Ergänzend zu den Produktionsvorführungen gab es Expertengespräche zu allen Aspekten des Druckprozesses, einschließlich tiefer Einblicke in den Workflow und Analytics, die den Kunden helfen, große Mengen an Druckaufträgen in kleinen Auflagen kosteneffizient zu bewältigen.

Die Diversifizierung der Produktvielfalt im Verpackungsmarkt sorgt in Druckereien für einen stetigen Anstieg kleiner und mittlerer Auflagen. Diese Aufträge nachhaltig und effizient zu produzieren, erfordert einen objektiven und ganzheitlichen Vergleich der Druck- und Prozesskosten. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat Koenig & Bauer Durst vor diesem Hintergrund die Chancen und Herausforderungen von Digital- und Offsetdruck aus der Supply-Chain-Perspektive untersucht. Welche Ableitungen sich aus dieser Betrachtung ergeben und was die Ergebnisse für die Branche bedeuten, verraten Oliver Baar, Senior Product Manager, und Jochen Sproll, Strategy & Business Development Manager bei Koenig & Bauer Durst im Experten-Gespräch.
Oliver Baar: Über allem steht sicherlich die Materialverfügbarkeit der Substrate, teilweise bis hin zur Kontingentierung von Papier. Solche Engpässe befördern den Kostendruck, den die Unternehmen nicht vollumfänglich an ihre Kund:innen weitergeben können und wollen. Gleichzeitig entwickelt sich der Faltschachtelmarkt in immer kleinteiligere Auflagen, kürzere Produktlebenszyklen und noch stärkere Diversifizierung. Und nicht zuletzt kämpfen natürlich auch Druckereien mit dem Fachkräftemangel und den massiv gestiegenen Energiekosten.
Jochen Sproll: Ja, auf jeden Fall. Wir wollten aber genauer hinsehen und nicht nur die reinen Druckkosten, sondern die gesamte Wertschöpfungskette unter die Lupe nehmen. Im Blickfeld standen also unter anderem auch die aktuellen Entwicklungen und die Kosten des Abfalls in der Supply Chain. Neben der Makulatur im Produktionsprozess darf man auch die Lagerhaltung nicht außer Acht lassen. All das sind Einflussfaktoren, die darüber entscheiden, welche Losgrößen im Digital- oder Offsetdruck effizienter produziert werden können.

The whitepaper directs its focus at the entire value creation chain covered by folding carton production and examines the conditions under which digital printing is able to make use of its strengths
Jochen Sproll: Zunächst einmal war es uns ganz wichtig, bei diesem Vorhaben mit einem externen Partner zusammenzuarbeiten, der die Supply-Chain-Expertise hat, um ein wirklich objektives Bild zu zeichnen – und da sind wir auf das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund gestoßen. Wir haben dann gemeinsam ein Berechnungsmodell entwickelt, in dem die gesamte Wertschöpfungskette abgebildet ist. Dieses Modell wurde mit realen Produktionsdaten einer Druckerei, in puncto Digitaldruck mit Daten von uns sowie im Hinblick auf die kompletten Logistik- und Supply-Chain-Prozesse mit Werten von Fraunhofer gefüttert.
Oliver Baar: Der große Vorteil war, dass wir mit realen Produktionsdaten einer Druckerei arbeiten konnten. Das Unternehmen hat uns einen ungefilterten Einblick in seine Prozesse, in Kosten- und Auflagenstrukturen gegeben, sodass es keine theoretische Untersuchung blieb, sondern eine Real-Case-Betrachtung eines potenziellen Anwendungsbetriebs ist. Daher ist die Studie weit mehr als ein reiner Kostenvergleich von Maschinen – sondern ein Vergleich über den kompletten Herstellungsprozess inklusive der damit verbundenen Supply Chain. Es sind insbesondere die vor- und nachgelagerten Prozesse, die einfach eine signifikante Rolle für eine fundierte Gegenüberstellung spielen. Und das macht das Whitepaper so spannend.
Oliver Baar: Nun, der Digitaldruck hat zweifellos sehr große Vorteile. Er ist schnell, er ist flexibel, er ist individuell. Aber es gibt auch potenziell problematische Faktoren. Denken Sie allein an die Logistik. Wenn Sie häufiger kleine Aufträge produzieren, bedeutet das auch mehr Transporte. Auf der anderen Seite vermeiden Sie im Digitaldruck unnötige Überproduktionen und Abfall. Beide Seiten müssen bei einem Vergleich berücksichtigt werden. Und deshalb halte ich die Untersuchung, wie wir sie hier durchgeführt haben, für sehr objektiv und wertvoll für die Branche zur Bewertung ihrer Abfall- und Nachhaltigkeitsbilanz.
Jochen Sproll: Definitiv! Sogar in zweierlei Hinsicht. Nachhaltigkeit ist eine der drei Säulen der Exceeding-Print-Strategie von Koenig & Bauer, aber auch eine der ganz wesentlichen Anforderungen, die unsere Kund:innen aus dem Markt erhalten – und zwar klar belegbar über Zertifikate oder andere Nachweise. Das bedeutet, unsere Aufgabe als Maschinenbauer ist es, unseren Kund:innen nicht nur die technisch beste, sondern auch die beste Lösung für eine nachhaltige Produktion zu bieten. Und da zeigt sich zum Beispiel, dass wir im Digitaldruck bei kleinen Losgrößen durch die kürzeren Rüstzeiten doch ganz erheblich sparen können – je weniger Makulaturbögen beim Rüsten auf den Müll fliegen, desto weniger Tinte und Substrat verschwenden wir auch. Und zudem können sowohl Druckereien als auch Markenartikler ihre Lagerhaltung reduzieren, wenn sie Aufträge nicht mehr überproduzieren, sich einen Vorrat ins Lager legen und potenziell auch wieder wegwerfen müssen. Diese Einsparung spiegelt sich natürlich kosten- und nachhaltigkeitsseitig wider.
„Unsere Aufgabe als Maschinenbauer ist es, unseren Kund:innen nicht nur die technisch beste, sondern auch die beste Lösung für eine nachhaltige Produktion zu bieten.“ – Jochen Sproll
Jochen Sproll: Generalisieren lässt sich das natürlich nicht. Aber die Untersuchung hat gezeigt, dass sich bei Berücksichtigung aller Prozesskosten eine digitale Maschine wie unsere VariJET 106 für mittlere Auflagen lohnen kann. Oft blickt man ja nur auf die reinen Druckkosten. Die Schwelle, ab der es sinnvoll ist, digital zu drucken, liegt dann oft um die 3.000 Bogen. Berücksichtigt man aber die gesamten Prozesskosten, verschiebt sich der Break-Even-Point in den Bereich zwischen 6.000 und 10.000 Bogen.
Oliver Baar: Und das wiederum eröffnet den Druckereien auch ganz neue Optionen für ihre Bestandsmaschinen im Offset. Die Investition in eine Digitalmaschine darf nicht isoliert betrachtet werden, denn sie hat das Potenzial, das Volumen der gesamten Produktion zu erweitern. Löst eine Druckerei kleine Auflagen aus ihrer Offset-Produktion heraus und verlagert sie beispielsweise auf eine VariJET, erreicht sie damit gleich dreierlei: Durch die zusätzliche Option des Digitaldrucks schafft sie – neben den jetzt schon mehrfach genannten Vorteilen – für ihre Kund:innen ein besseres Angebot und ist gleichzeitig in der Lage, auf ihrem bestehenden Maschinenpark größere Volumina zu geringeren Kosten produzieren zu können. Der Prozessblick auf die komplette Produktionsleistung eines Betriebs ist bei einer solchen Entscheidung immens wichtig.
Oliver Baar: Definitiv. Um die Vorteile des Digitaldrucks voll auszuschöpfen, müssen auch die internen Prozesse darauf abgestimmt – gewissermaßen digitalisiert – werden. Heutzutage wird wahrscheinlich kaum noch jemand mit Auftragstaschen zur Maschine laufen, aber ein schlanker Workflow bringt ja Vorteile für die gesamte Produktion mit sich. Entscheidend ist: Produziere ich mit einer Digitalmaschine künftig mehr Aufträge als bisher im Offsetdruck, können meine Fixkosten pro Auftrag nicht die gleichen bleiben. Meine Organisation darauf auszulegen, mehr Aufträge zu verarbeiten, bedeutet auch, jeden einzelnen Job schneller durch das Unternehmen zu bringen – durch Automatisierung, durch Workflow-Systeme, über einen Web-to-Print-Shop, über gutes Reporting. Das ist eine Anforderung des Digitaldrucks, aber eben auch eine Chance für das gesamte Geschäft.
Jochen Sproll: Der richtige Einsatz der Technologie setzt eine Kettenreaktion in Gang: Markenartikler können kleinere Chargen abrufen, die Druckerei kann diese wiederum effizient produzieren, hat somit weniger Lagerhaltung und ein geringeres Obsoleszenzrisiko. Auf diese Weise entsteht weniger Abfall und das Resultat ist ein umweltfreundlicherer Gesamtprozess.
„Die Investition in eine Digitalmaschine hat das Potenzial, das Volumen der gesamten Produktion zu erweitern.“ – Oliver Baar
Jochen Sproll: Ich denke schon. In der Wellpappe haben wir ja zum Beispiel eine ganz ähnliche Situation. Auch hier macht es Sinn, den direkten Kostenvergleich um den Faktor Abfall sowie die Flexoklischeekosten zu erweitern, um ein realistisches Bild der gesamten Wertschöpfungskette zu bekommen. Mit dem Substrat selbst haben wir hier sogar noch eine weitere Variable, da im Digitaldruck aufgrund des berührungslosen Druckverfahrens der Delta SPC 130 dünnere Grammaturen eingesetzt werden können, ohne die Funktionsfähigkeit der Wellpappenverpackung einzuschränken. Auf der anderen Seite sind natürlich die Tintenkosten im Digitaldruck höher, doch die spielen nunmal in der Gesamtbetrachtung irgendwann nur noch eine marginale Rolle. Deshalb: Es lohnt sich in jedem Fall eine Betrachtung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg vorzunehmen.
Koenig & Bauer Durst GmbH
Friedrich-Koenig-Str. 4
97080 Würzburg
Tel.: +49 931 909 0
E-Mail: info@koenig-bauer-durst.com


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