Koenig & Bauer Durst GmbH
Friedrich-Koenig-Str. 4
97080 Würzburg
Tel.: +49 931 909 0
E-Mail: info@koenig-bauer-durst.com
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VariJET 106 von Koenig & Bauer Durst wird auf der drupa erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt
Düsseldorf, Deutschland 29.05.24
Koenig & Bauer Durst zeigt auf seinem Stand (A-31-1, Halle 16) auf der drupa in Düsseldorf bis zum 7. Juni wichtige Fortschritte bei seinen digitalen Drucksystemen und Software-Services für den Faltschachtel- und Wellpappenmarkt. Die VariJET 106 Single-Pass-Druckmaschine, die auf einer von Durst und Koenig & Bauer entwickelten und am Markt bewährten Technologie basiert, wird auf der Messe erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und in regelmäßigen Abständen vorgeführt.
Auf dem Stand von Koenig & Bauer Durst können die Besucher eine Vielzahl von Druckmustern aus den Bereichen Faltschachtel und Wellpappenverpackung erleben. Dazu gehören Anwendungen für Märkte wie Pharma, Gesundheits- und Schönheitsprodukte sowie Lebensmittel und Getränke. Auf der drupa wird die VariJET106 von Koenig & Bauer Durst in einer Hybrid-Konfiguration gezeigt, die mit der bewährten Rapida-Offsetdrucktechnik und dem Workflow von Koenig & Bauer Durst verbunden ist. Während der gesamten Messe sind mehrere Produktionsläufe zu sehen. Neueste Stanz- und Faltschachtelklebetechnik wird live in Zusammenarbeit mit Koenig & Bauer gezeigt.
Die im Wellpappenbereich bewährte Delta SPC 130 – ein weiteres Familienmitglied im Portfolio der digitalen Bogenmaschinen von Koenig & Bauer Durst – ist ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt auf der drupa. Auf dem Messestand ist ein SPC Leitstand installiert, um die Funktionsweise der Delta SPC 130 in einer Produktionsumgebung mit Durst Workflow und Durst Analytics zu demonstrieren.
Die Systeme Delta SPC 130 und VariJET 106 von Koenig & Bauer Durst werden in täglichen Vorführungen um 11:45 Uhr und 14:45 Uhr in englischer Sprache gezeigt. Die Shows der Faltschachtelproduktion, gemeinsam mit Koenig & Bauer, finden um 10:45 Uhr und um 16:00 Uhr in Englisch statt und um 14.00 Uhr auf Deutsch.
Gezeigt werden bahnbrechende Branchenneuheiten, wie der wasserbasierte Digitaldruck in Weiß, zum Bedrucken von brauner Wellpappe. Koenig & Bauer Durst ist das erste Unternehmen weltweit, das digitale weiße Tinte für Wellpappensubstrate in Lebensmittelprimärverpackungen anbietet. Dies schafft neue Möglichkeiten im Verpackungsbereich, zum Beispiel für den Druck auf günstigerem, minderwertigeren weißen Kartonagen zur Hebung von Kostenvorteilen.
Daniel Velema, Geschäftsführer von Koenig & Bauer Durst, sagte: „Die Besucher unseres drupa-Standes in Halle 16 können sich eines herzlichen Empfangs sicher sein. Der VariJET 106 – unsere wichtigste digitale Entwicklung für den Faltschachtelmarkt – ist jetzt Realität. Überzeugen Sie sich selbst von dieser vielseitigen Maschine, auf der regelmäßig während der Messer gedruckt wird. Einige davon wurden in der Schweiz von der SCHELLING AG, einem unserer Kunden, produziert. Wir zeigen auch bahnbrechende Branchenneuheiten wie unseren Durchbruch beim Bedrucken von hauptsächlich braunen Substraten mit digitalem Weiß auf Wasserbasis für Wellpappensubstrate in Lebensmittelprimärverpackungen.“
Alle Druckmaschinen von Koenig & Bauer Durst verwenden lebensmittelechte Druckfarben und Lacke auf Wasserbasis, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Koenig & Bauer Durst VariJET 106

Von Matthias Krautgasser, Senior Produktmanager, Koenig & Bauer Durst
Wir sind stolz darauf, die Einführung des Drucks mit 1.000 dpi auf unserer Delta SPC 130-Plattform als Teil unserer kontinuierlichen Qualitätsverbesserungen für unsere Kunden bekannt zu geben.
Mit den sich daraus ergebenden weiteren Verbesserungen bei feinen Details und der Textschärfe – die sich vor allem bei kleineren Schriften bemerkbar machen – glauben wir, dass dies ein bedeutender Schritt nach vorn für die Wellpappenverpackungsmärkte ist, die wir mit unserer Delta SPC-Technologie bedienen.
Für die Kunden ergeben sich enorme Vorteile durch eine Vielzahl neuer Anwendungen, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass der Druck mit 1.000 dpi eine Optimierung der Anforderungen an die Lithoqualität ermöglicht.
Obwohl diese Entwicklung für unser neues Modell Koenig & Bauers Durst Delta SPC 130 Eco + konzipiert wurde, wird sie für alle bestehenden Druckmaschinen als aufrüstbare Softwareoption verfügbar sein.
Die Ergebnisse, die wir bereits gesehen haben, zeigen, dass dies für unsere Kunden von großer Bedeutung ist. Das große Plus ist, dass es ihnen ermöglicht, Arbeit auf ihren Offsetmaschinen freizusetzen, indem sie noch mehr Aufträge auf die digitale Produktion in den Wellpappenmärkten verlagern.
Das ist ein weiterer Grund, warum die Verarbeiter auf dem heutigen Markt digital denken müssen.
Kontaktieren Sie mich unter matthias.krautgasser@koenig-bauer-durst.com und erfahren Sie mehr.

Die Diversifizierung der Produktvielfalt im Verpackungsmarkt sorgt in Druckereien für einen stetigen Anstieg kleiner und mittlerer Auflagen. Diese Aufträge nachhaltig und effizient zu produzieren, erfordert einen objektiven und ganzheitlichen Vergleich der Druck- und Prozesskosten. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat Koenig & Bauer Durst vor diesem Hintergrund die Chancen und Herausforderungen von Digital- und Offsetdruck aus der Supply-Chain-Perspektive untersucht. Welche Ableitungen sich aus dieser Betrachtung ergeben und was die Ergebnisse für die Branche bedeuten, verraten Oliver Baar, Senior Product Manager, und Jochen Sproll, Strategy & Business Development Manager bei Koenig & Bauer Durst im Experten-Gespräch.
Oliver Baar: Über allem steht sicherlich die Materialverfügbarkeit der Substrate, teilweise bis hin zur Kontingentierung von Papier. Solche Engpässe befördern den Kostendruck, den die Unternehmen nicht vollumfänglich an ihre Kund:innen weitergeben können und wollen. Gleichzeitig entwickelt sich der Faltschachtelmarkt in immer kleinteiligere Auflagen, kürzere Produktlebenszyklen und noch stärkere Diversifizierung. Und nicht zuletzt kämpfen natürlich auch Druckereien mit dem Fachkräftemangel und den massiv gestiegenen Energiekosten.
Jochen Sproll: Ja, auf jeden Fall. Wir wollten aber genauer hinsehen und nicht nur die reinen Druckkosten, sondern die gesamte Wertschöpfungskette unter die Lupe nehmen. Im Blickfeld standen also unter anderem auch die aktuellen Entwicklungen und die Kosten des Abfalls in der Supply Chain. Neben der Makulatur im Produktionsprozess darf man auch die Lagerhaltung nicht außer Acht lassen. All das sind Einflussfaktoren, die darüber entscheiden, welche Losgrößen im Digital- oder Offsetdruck effizienter produziert werden können.

The whitepaper directs its focus at the entire value creation chain covered by folding carton production and examines the conditions under which digital printing is able to make use of its strengths
Jochen Sproll: Zunächst einmal war es uns ganz wichtig, bei diesem Vorhaben mit einem externen Partner zusammenzuarbeiten, der die Supply-Chain-Expertise hat, um ein wirklich objektives Bild zu zeichnen – und da sind wir auf das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund gestoßen. Wir haben dann gemeinsam ein Berechnungsmodell entwickelt, in dem die gesamte Wertschöpfungskette abgebildet ist. Dieses Modell wurde mit realen Produktionsdaten einer Druckerei, in puncto Digitaldruck mit Daten von uns sowie im Hinblick auf die kompletten Logistik- und Supply-Chain-Prozesse mit Werten von Fraunhofer gefüttert.
Oliver Baar: Der große Vorteil war, dass wir mit realen Produktionsdaten einer Druckerei arbeiten konnten. Das Unternehmen hat uns einen ungefilterten Einblick in seine Prozesse, in Kosten- und Auflagenstrukturen gegeben, sodass es keine theoretische Untersuchung blieb, sondern eine Real-Case-Betrachtung eines potenziellen Anwendungsbetriebs ist. Daher ist die Studie weit mehr als ein reiner Kostenvergleich von Maschinen – sondern ein Vergleich über den kompletten Herstellungsprozess inklusive der damit verbundenen Supply Chain. Es sind insbesondere die vor- und nachgelagerten Prozesse, die einfach eine signifikante Rolle für eine fundierte Gegenüberstellung spielen. Und das macht das Whitepaper so spannend.
Oliver Baar: Nun, der Digitaldruck hat zweifellos sehr große Vorteile. Er ist schnell, er ist flexibel, er ist individuell. Aber es gibt auch potenziell problematische Faktoren. Denken Sie allein an die Logistik. Wenn Sie häufiger kleine Aufträge produzieren, bedeutet das auch mehr Transporte. Auf der anderen Seite vermeiden Sie im Digitaldruck unnötige Überproduktionen und Abfall. Beide Seiten müssen bei einem Vergleich berücksichtigt werden. Und deshalb halte ich die Untersuchung, wie wir sie hier durchgeführt haben, für sehr objektiv und wertvoll für die Branche zur Bewertung ihrer Abfall- und Nachhaltigkeitsbilanz.
Jochen Sproll: Definitiv! Sogar in zweierlei Hinsicht. Nachhaltigkeit ist eine der drei Säulen der Exceeding-Print-Strategie von Koenig & Bauer, aber auch eine der ganz wesentlichen Anforderungen, die unsere Kund:innen aus dem Markt erhalten – und zwar klar belegbar über Zertifikate oder andere Nachweise. Das bedeutet, unsere Aufgabe als Maschinenbauer ist es, unseren Kund:innen nicht nur die technisch beste, sondern auch die beste Lösung für eine nachhaltige Produktion zu bieten. Und da zeigt sich zum Beispiel, dass wir im Digitaldruck bei kleinen Losgrößen durch die kürzeren Rüstzeiten doch ganz erheblich sparen können – je weniger Makulaturbögen beim Rüsten auf den Müll fliegen, desto weniger Tinte und Substrat verschwenden wir auch. Und zudem können sowohl Druckereien als auch Markenartikler ihre Lagerhaltung reduzieren, wenn sie Aufträge nicht mehr überproduzieren, sich einen Vorrat ins Lager legen und potenziell auch wieder wegwerfen müssen. Diese Einsparung spiegelt sich natürlich kosten- und nachhaltigkeitsseitig wider.
„Unsere Aufgabe als Maschinenbauer ist es, unseren Kund:innen nicht nur die technisch beste, sondern auch die beste Lösung für eine nachhaltige Produktion zu bieten.“ – Jochen Sproll
Jochen Sproll: Generalisieren lässt sich das natürlich nicht. Aber die Untersuchung hat gezeigt, dass sich bei Berücksichtigung aller Prozesskosten eine digitale Maschine wie unsere VariJET 106 für mittlere Auflagen lohnen kann. Oft blickt man ja nur auf die reinen Druckkosten. Die Schwelle, ab der es sinnvoll ist, digital zu drucken, liegt dann oft um die 3.000 Bogen. Berücksichtigt man aber die gesamten Prozesskosten, verschiebt sich der Break-Even-Point in den Bereich zwischen 6.000 und 10.000 Bogen.
Oliver Baar: Und das wiederum eröffnet den Druckereien auch ganz neue Optionen für ihre Bestandsmaschinen im Offset. Die Investition in eine Digitalmaschine darf nicht isoliert betrachtet werden, denn sie hat das Potenzial, das Volumen der gesamten Produktion zu erweitern. Löst eine Druckerei kleine Auflagen aus ihrer Offset-Produktion heraus und verlagert sie beispielsweise auf eine VariJET, erreicht sie damit gleich dreierlei: Durch die zusätzliche Option des Digitaldrucks schafft sie – neben den jetzt schon mehrfach genannten Vorteilen – für ihre Kund:innen ein besseres Angebot und ist gleichzeitig in der Lage, auf ihrem bestehenden Maschinenpark größere Volumina zu geringeren Kosten produzieren zu können. Der Prozessblick auf die komplette Produktionsleistung eines Betriebs ist bei einer solchen Entscheidung immens wichtig.
Oliver Baar: Definitiv. Um die Vorteile des Digitaldrucks voll auszuschöpfen, müssen auch die internen Prozesse darauf abgestimmt – gewissermaßen digitalisiert – werden. Heutzutage wird wahrscheinlich kaum noch jemand mit Auftragstaschen zur Maschine laufen, aber ein schlanker Workflow bringt ja Vorteile für die gesamte Produktion mit sich. Entscheidend ist: Produziere ich mit einer Digitalmaschine künftig mehr Aufträge als bisher im Offsetdruck, können meine Fixkosten pro Auftrag nicht die gleichen bleiben. Meine Organisation darauf auszulegen, mehr Aufträge zu verarbeiten, bedeutet auch, jeden einzelnen Job schneller durch das Unternehmen zu bringen – durch Automatisierung, durch Workflow-Systeme, über einen Web-to-Print-Shop, über gutes Reporting. Das ist eine Anforderung des Digitaldrucks, aber eben auch eine Chance für das gesamte Geschäft.
Jochen Sproll: Der richtige Einsatz der Technologie setzt eine Kettenreaktion in Gang: Markenartikler können kleinere Chargen abrufen, die Druckerei kann diese wiederum effizient produzieren, hat somit weniger Lagerhaltung und ein geringeres Obsoleszenzrisiko. Auf diese Weise entsteht weniger Abfall und das Resultat ist ein umweltfreundlicherer Gesamtprozess.
„Die Investition in eine Digitalmaschine hat das Potenzial, das Volumen der gesamten Produktion zu erweitern.“ – Oliver Baar
Jochen Sproll: Ich denke schon. In der Wellpappe haben wir ja zum Beispiel eine ganz ähnliche Situation. Auch hier macht es Sinn, den direkten Kostenvergleich um den Faktor Abfall sowie die Flexoklischeekosten zu erweitern, um ein realistisches Bild der gesamten Wertschöpfungskette zu bekommen. Mit dem Substrat selbst haben wir hier sogar noch eine weitere Variable, da im Digitaldruck aufgrund des berührungslosen Druckverfahrens der Delta SPC 130 dünnere Grammaturen eingesetzt werden können, ohne die Funktionsfähigkeit der Wellpappenverpackung einzuschränken. Auf der anderen Seite sind natürlich die Tintenkosten im Digitaldruck höher, doch die spielen nunmal in der Gesamtbetrachtung irgendwann nur noch eine marginale Rolle. Deshalb: Es lohnt sich in jedem Fall eine Betrachtung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg vorzunehmen.
Time to benefit from the production gains digital transformation
Jochen Sproll, Business Development Manager, Koenig & Bauer Durst
Power to the project team!
Two technology leaders in printing and packaging joined forces three years ago to pool expertise and resources in a research and development project costing millions of euros. Durst and Koenig & Bauer formed the joint venture company – Koenig & Bauer Durst – in 2019. The result of their seamless integration and cooperation was the worldwide launch of the VariJET 106 in October 2021. This is the background to the challenges and their achievements.
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